Systemprogramme gegen Computerviren

1990 - das "Hallöchen"-Virus befällt den Bootsektor meiner 5.25"-Floppy Disk, die in einem 8088-Olivetti M24 mit 640kB RAM der FH Fulda steckt. Der Vorfall ärgert und interessiert mich.

Per Disassembler wird das Virus analysiert und die Ergebnisse an Fridrik Skulason in Island gemeldet, den ich über die Virus-L-Liste kenne, und dem später einmal FRISK gehören wird (Produkt "F-Prot").

Das Virus klinkt sich in die System-Interrupts ein, mit denen unter anderem die Zugriffe auf die Laufwerke abgewickelt werden. Auf diese Weise könnte man auch nützliche Software zum Schutz vor Viren installieren... Die Idee zur Diplomarbeit ist geboren.

Bereits 1990 gibt es mehrere hundert Viren. Anstatt zu versuchen, immer neue Software-Anomalien im Nachhinein zu erkennen, versucht meine Software, die Integrität bestehender Dateien zu schützen.

Das Programm berechnet Prüfsummen aller ausführbaren Dateien und legt sie dauerhaft ab. Vor dem Öffnen eines Programms wird die Prüfsumme erneut berechnet und mit der bekannten abgeglichen. Bei Differenzen gibt es Alarm, und der Benutzer kann entscheiden.

Die Diplomarbeit hat Potenzial, und wird schließlich zu einem Buch mit Software:

"Systemprogramme gegen Computerviren", Carl Hanser Verlag z.B. bei Amazon
Broschiert: 333 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag (1992)
ISBN-10: 3-446-16459-6
ISBN-13: 978-3446164598

Die PDF-Datei (ohne Cover und Grafiken; mit suboptimalem Layout) ist mit Erlaubnis von Hanser frei auf diesem Server verfügbar. Die Weiterverbreitung ist nicht gestattet.

Anmerkung: Das Buch war "photo ready" abzuliefern, d.h. geeignet für die direkte Belichtung. Das habe ich erreicht durch den Einsatz von LaTeX mit Fonts des Hanser Verlags. Die erzeugte DVI-Datei ging direkt in die Druckerei.