Amdahl's Law
Amdahl's Law beschreibt, wie stark ein Gesamtprozess maximal beschleunigt werden kann, wenn nur ein Teil dieses Prozesses schneller wird.
p ist der Anteil des beschleunigten Teilprozesses am ursprünglichen Gesamtprozess und s dessen Beschleunigungsfaktor. S ist die daraus resultierende Beschleunigung des Gesamtprozesses.
Der nicht beschleunigte Anteil setzt dabei eine Obergrenze für die Gesamtbeschleunigung.
Interaktiver Rechner
Tipps für Experimente!
Beim Laden der Seite (neu laden: Strng F5) ist eine Verdoppelung der Geschwindigkeit der Programmierung voreingestellt und ein Anteil der Programmierung von 30% am Gesamtaufwand. Damit ergibt sich eine Gesamtbeschleunigung von 1,18×. Gemessen am Faktor 2× bei der Programmierung ist das "hoppla, gar nicht mal so viel!"
Probieren Sie aus was passieren müsste um den Gesamtprozess doppelt so schnell zu machen ("Gesamtbeschleunigung 2×"):
- These: "KI macht Programmierung NOCH schneller". Oberer Regler: Selbst bei 100-facher Beschleunigung der Programmierung kommen Sie bei 30% Programmieranteil nur auf maximal 1,42× Beschleunigung. Warum? Weil die anderen Arbeiten im Projekt auch noch ihre Zeit benötigen. KI macht "denken" nicht schneller.
- These: "Der Anteil der Programmierung ist unterschätzt". Unterer Regler: Selbst bei 10-facher (!) Beschleunigung der Programmierung müsste der Programmieranteil deutlich über die Hälfte (56%) am Gesamtaufwand ausmachen - das ist sicherlich meist nicht der Fall.
Was bedeutet das? Selbst wenn KI die Programmierung wahnsinnig beschleunigt schrumpft die Gesamtdauer eines Softwareentwicklungsprojekts zwar deutlich, aber nicht annähernd im gleichen Maß.
Auch klar (?): Selbst wenn die Programmierung komplett entfiele braucht man immer noch Zeit um das Problem zu verstehen, eine Lösung zu entwerfen, die Software produktiv zu setzen und vieles mehr.